Der Neubeginn nach 1945

Die ersten Jahre nach dem II. Weltkrieg erschwerten einen Neubeginn. Niemand konnte sagen was aus den Sportkameraden während der Kriegsjahre geworden ist. Wo waren sie abgeblieben! Waren sie überhaupt noch am Leben! Viele waren noch in Kriegsgefangenschaft. Konnte man schon wieder zu einem normalen Leben übergehen. Durch die Initiative einiger alter Arbeitersportler wurde dem Verein neues Leben geschenkt. Unter dem Namen SG Dölau erfolgte bereits 1946 der organisierte Spielbetrieb. Die Sportfreunde Franz Schneider, Albert Ohme, Georg Albrecht, Hermann Zorn, Otto Reuter, Paul Dülsner und Willi Dietmar waren die verdienstvollen Sportler, die den Verein wieder aufleben ließen.
Da der ehemalige Sportplatz der Dölauer „Fortuna“ bereits 1933 nach dem Verbot des Arbeitersports beseitigt wurde, war nur der Sportplatz des ehemaligen bürgerlichen Vereins „VfL Dölau“ noch vorhanden. Die ersten Spiele wurden dort noch ausgetragen. Dann begann man 1947 ebenfalls mit der Aufforstung dieser Sportanlage. Damit war dem Sport in Dölau jegliche Grundlage entzogen worden. Viele Sportfreunde verließen enttäuscht den Verein und schlossen sich anderen Sportvereinen an. Auf Grund der ungelösten Sportplatzfrage musste 18 Monate auswärts gespielt werden. Die wenigen Bilddokumente belegen den Neubeginn nach 1945.

 

Mannschaftsaufstellung: Zimmermann, Dülsner, Teich, Portius, E.Amende, Donath, Martins, H.Amende, Dittmar, Reinicke, Stolze

Das Bild zeigt eine Dölauer Mannschaft aus dem Jahr 1947 auf dem Sportplatz in Lieskau.

 

Dieses Bild wurde im Juli 1948 beim Sportfest in Stedten aufgenommen.

SG Dölau sitzend von links: Beyer, Ebenrecht, Müller, Waschkowitz, Reinicke, Reinicke, Zorn, Amende, Dittmar, Spickermann, Dietz

 

Ende 1947 - Anfang 1948 wurde uns eine völlig durch Bomben zerstörte Freifläche zur Verfügung gestellt. Es begann der Ausbau unserer heutigen Sportstätte am Heidebahnhof. Dass man damals schon vorausschauend dachte zeigt, dass der Sportkamerad Max Weise eine Lageskizze erstellte, die 2 Fußballplätze vorsah. Es wurde aber nur ein Platz genehmigt. Dennoch besaßen die Sportkameraden einen grenzenlosen Optimismus, Begeisterung und vor allem einen unbändigen Willen in Dölau ein sportliches Umfeld zu schaffen.